Musikansich

Ursprünglich aus Mozambique, lebt der Saxofonist Ivan Mazuze heute in Norwegen. Zunächst im Pianospiel geschult, wechselte er später zum Saxofon. 2009 veröffentlichte er sein Debüt-Album “Maganda”. Seinerzeit hatte er seine Erfahrungen in afrikanischer Musik und Jazz verarbeitet. Das musikalische Spektrum hat sich mittlerweile erweitert, auf seiner neuen Platte Moya gibt es nunmehr auch indische Einflüsse. Die Verwendung der Tabla spricht dafür, doch vernehmen wir natürlich auch afrikanische Elemente, unterstützt durch die Instrumente Kora oder Talking Drums.

Und so atmet diese Musik eine großartige globale Stimmung, Einflüsse aus Ost und Nahost, aus Afrika und vom Jazz. Dazu kommt noch diese spezielle nordische Atmosphäre, die sich bereits etabliert hat im Spiel des Saxofonisten. Paradebeispiel für diese herrliche Fusion ist bereits der Eröffnungstitel, der auf bezaubernd-betörende Weise in einem ganz entspannten Ambiente die Musik angenehm fließen lässt. Moya, das ist ein Wort aus der Sprache der Heimat des Protagonisten, und das bedeutet so viel wie Seele oder Geist. Ja, diese Seele ist durchgehend anwesend bei der Gestaltung dieser niveauvollen Musik.

Im Laufe der Platte etabliert sich der Begriff Fusion, oder auch Crossover, man versucht ja rasch, ein Schublädchen zu finden. Nun, Jazz und Rock sind sicherlich die Basis, dazu etwas Folklore, zum Beispiel mit dem typisch indischen Gesang, dem Konnakol, auf dem zweiten Song. Aber auch die norwegische Folklore kommt zu Wort, so ist “Lunde“ davon inspiriert. Dieses ergibt sich auch aus den kurzen Erläuterungen zu jedem einzelnen Song im Booklet. Letztlich bietet die Platte eine abwechslungsreiche und spannende Reise durch verschiedene Stilelemente, zu dieser Art der Fusion geschickt verpackt und sehr unterhaltsam.